28.11.2018 / Vernehmlassung / /

Vernehmlassung Revision des Reglements über die Schulleitung

Vernehmlassung «Revision des Reglements über die Schulleitung»

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Gemeinde/Organisation: CVP Uri

  • 1. Sind Sie mit dem Modellvorschlag als Ganzes einverstanden?
Ja 

Kommentar:

Die Revision des Reglements über die Schulleitung befürwortet die CVP Uri. Als positiv bewertet werden der Verzicht auf die Überführung der Schulleitung in die Lohntabelle Verwaltung sowie das neue Berechnungsmodell mit der Aufsplittung der Berechnung für das Pensum der Schulleitung in ei-nen Sockelbeitrag und ein Bandbreitenpensum.

  • 2. Sind Sie mit der Einführung eines Sockelpensums von 20 Stellenprozent einverstanden?
Ja 

Kommentar:

Mit der Einführung eines Sockelpensums von 20 Stellenprozent ist die CVP Uri einverstanden. Muss sie aber zwingend flächendeckend sein? Könnten auch zwei Sockelpensen definiert werden? Im Bericht zur Vernehmlassung werden die finanziellen Auswirkungen auf die Schulen aufgezeigt. Die Fol-gekosten mit neuem Modell basieren auf einer Annahme. Augenfällig bei dieser fiktiven Berechnung ist, dass kleine Gemeinden wie Isenthal, Seelis-berg oder Sisikon im Verhältnis zu grösseren Gemeinden ungleich mehr be-lastet werden. Die CVP Uri schlägt vor, das Sockelpensum bei Schulen mit weniger als 5 Abteilungen um 5% zu kürzen. Die CVP Uri ist der Meinung, dass mit der Einführung des Sockelpensums keine Gefährdung eines Fortbe-standes einer Schule aus finanziellen Gründen entstehen darf.

  • 3. Begrüssen Sie die Einführung eines Bandbreitenpensums mit einem Faktorenspektrum von 1.3 bis 1.6 Lektionen (4.5 bis 5.5 Stellenprozent) pro Abteilung?
Nein

Kommentar:

Die Einführung eines Bandbreitenpensums mit einem Faktorenspektrum wird ebenfalls begrüsst. Augenfällig ist, dass in den Berechnungen der Tabelle «Folgekosten mit neuem Modell» bei knapp der Hälfte aller Schulen bereits der Faktor 1.6 angewandt wurde was den Schulen keinen weite-ren Entwicklungs und Handlungsspielraum mehr zulässt. Es darf nicht sein,

 

dass bei einer Revision bereits die Hälfte der Urner Schulen auf dem Maxi-mum des Faktorenspektrums eingestuft wäre (sofern die aktuellen Pensen in etwa beibehalten werden). Aus diesem Grund fordert die CVP Uri die Ausweitung um die Faktoren 1.7 und 1.8.

  • 4. Schulsekretariat

Erachten Sie die Orientierungshilfe beziehungsweise die Empfehlungen zur Führung eines Schulsekretrariats als angemessen und hilfreich bei der Umsetzung an Ihrer Schule?

Ja 

Kommentar:

Die CVP Uri beurteilt die Umsetzungshilfe und die Definition der Aufgabenteilung als angemes-sen und hilfreich. Ein gut geführtes Schulsekretariat entlastet gerade auch die Schulleitungen und die Lehrpersonen und setzt Ressourcen frei für deren Kernauftrag. Was bei dem zuneh-menden administrativen Aufwand und gesellschaftlichen Herausforderungen auch sinnvoll ist. Die Empfehlung, die Sekretariatsressourcen im Umfang von ca. 15 Stellenprozent pro 100 Ler-nende zur Verfügung zu stellen, wird als nachvollziehbare Grösse erachtet. Nichtsdestotrotz wirft die CVP Uri die Frage auf, ob allenfalls (wie beim Pensum der Schulleitung) auch eine Empfehlung aufgrund der Anzahl Abteilung einer Schule gemacht werden sollte.

  • 5. Allgemeine Bemerkungen
Für die Erhebung der Abteilungen müssen Kriterien definiert werden, die aufzei-gen, was eine Abteilung ist.

Schulen können anstelle von zwei Klassen eine überdotierte führen. Eine überdo-tierte Klasse mit z.B. 26 Schülerinnen und Schülern ist für eine Gemeinde günstiger, als wenn sie aufgeteilt und mit zwei Lehrpersonen geführt werden müsste. Der Mehraufwand für die Schulleitung muss bei der Berechnung für das Pensum be-rücksichtigt werden. Überdotierte Klassen sind daher als zwei Abteilungen zu be-rechnen. Die Schulen müssen bei überdotierten Klassen auf kostenbewusste Lösun-gen zurückgreifen können, ohne dass dies zum Nachteil der Schulleitung geschieht.

Für zusätzliche Projekte und vom Schulrat angeordnete Aufträge oder besondere, befristete Aufgaben, wie z.B. dem Umbau eines Schulhauses, muss das Pensum der Schulleitung entsprechend erhöht werden können. Diese Möglichkeit müsste im Reglement ebenfalls aufgeführt werden.

Eingabetermin: 30. November 2018